Lohnt es sich 2026 noch einen Blog zu schreiben?

Veröffentlicht am 24. Januar 2026 um 18:16


Oder: Hallo da draußen, hallo  Lesender, falls du das liest....

Es gibt Fragen, die kommen immer wieder. „Was essen wir heute?“ Zum Beispiel. Oder: „Liest eigentlich noch irgendwer Blogs?“
Und genau während ich mir diese Frage stelle, sitzt ich schon da und schreibe… einen Blogbeitrag.

Ironisch? Ja.
Unvermeidlich? Bei mir Oldschool offenbar schon.

Schauen wir uns das Ganze also  mit einem Augenzwinkern an.


1. Liest das überhaupt noch jemand?

Kurze Antwort: Vielleicht. (Du liest es gerade)
Lange Antwort: Es kommt drauf an, wer jemand ist.

Blogs haben heute ungefähr den gleichen Ruf wie Postkarten: Totgesagt, aber irgendwie immer noch da.

Während TikTok-Videos in 15 Sekunden erklären, wie man sein Leben optimiert, den Hamster dressiert, sitzt ein Blog still in der Ecke und sagt:
„Ich hätte da 1.200 Wörter dazu. Mit Absätzen. Und vielleicht auch Mehrwert.“

Die Realität:

  • Mein bester Feind  liest es. (Gibt es aber nicht zu.)

  • Mein bester Freund klickt drauf und scrollt bis zum Ende. (Ohne zu lesen, er weiß ja, was drin steht.)

  • Google liest es. Sehr aufmerksam sogar. (Etwas unheimlich, dieses Google.)

  • Ein fremder Mensch landet nachts um 2:17 Uhr drauf, weil er schlaflos  durch die Weiten des WWW. wandert.

Das sind keine Millionen. Aber es sind echte Menschen.  (Wenn man von Google absieht.) Und das  reicht mir.


2. Lohnt sich der ganze Aufwand?

Kommt darauf an, was ich erwarte, sagt mir die KI und die weiß ja schließlich alles.

Wenn ich:

  • schnellen Ruhm

  • virale Explosionen

  • spontane Kooperationsanfragen von Marken mit Gratis-Socken

…suche, dann eher nicht.

Einen Blog zu schreiben wäre wie einen kleinen Laden in einer Nebenstraße aufzumachen. Niemand stolpert zufällig rein. Aber die, die kommen, wollen wirklich da sein. (Und hoffentlich auch ein bisschen dableiben. Ich wollte immer schon so einen kleinen Laden in der Nebenstraße - gefüllt mit Kuriositäten.)

Und ja, es ist Arbeit:

  • schreiben (kenne ich zur genüge, ohne geht nicht.)

  • überarbeiten (kann ich bei Manuskripten schon kaum leiden, aber bitte - ohne geht nicht.)

  • veröffentlichen (Also auf eine Taste klopfen, sehe ich nicht als Arbeit, sondern meinen täglichen Adrenalinschub.)

  • feststellen, dass man einen Tippfehler in der Überschrift übersehen hat (eh klar)

Aber es ist auch eine der wenigen Formen im Internet, bei der man ich Ruhe denken darf. Keine Zeichenbegrenzung. Kein Algorithmus, der schreit. Nur ich und der Text. Der Text und ich. Meine Gedanken, die ich gern mit euch teile.

Manchmal lohnt sich das schon deshalb.


3. Bekommt man überhaupt Antworten?

Jetzt wird es ehrlich, sagt die KI.

Meistens: Nein.
Man schreibt etwas Persönliches, Kluges oder Lustiges – und es passiert… nichts.  (War ja klar und nie anders. Also fast nicht.)

Keine Kommentare. (Gemein!)
Keine Diskussion. (Langweilig!!)
Kein „Danke, du hast mein Leben verändert“. (Wollte ich das?? - Das würde ja eine Menge Verantwortung bedeuten.)

Und dann, Wochen später, kommt eine E-Mail: „Hi, ich habe deinen Artikel gelesen. Genau das habe ich gebraucht.“ (Ein Wunder!!!)

Diese eine Nachricht wiegt oft mehr als 100 Likes. Blogs sind langsam. Aber sie sind langlebig. Antworten kommen nicht sofort. Sie kommen dann, wenn sie Sinn machen. Und wann es Sinn macht, weiß das Universum und die KI.


4. Wem soll mein Blog eigentlich helfen?

Das ist vielleicht die wichtigste Frage.

Mein Blog hilft:

  • Leuten, die mehr von mir wissen  wollen .

  • Menschen, die gern mehr über Kräuter wissen wollen und wie ich sie benutze - für Tier und Mensch.

  • Menschen, die gern eine wenig über mich und meine Ponys in Eigenregie wissen wollen.
  • Menschen, die gern mitverfolgen wollen, wie bei mir ein Buch entsteht.

  • Menschen, die Nachts nicht schlafen können. 

  • Menschen, die einfach mit mir in Verbindung bleiben wollen, auch wenn der Algorithmus bei FB und Co. zusammenbricht.

Manchmal schreibt man einen Text, um etwas zu erklären. Und merkt erst dabei, dass man es selbst besser versteht.

Das ist kein Nachteil. Das ist der Punkt.


Fazit: Also… lohnt es sich für dich, meinen Blog zu lesen?

Ein eindeutiges JA, wenn du mehr als einen Punkt ankreuzen kannst:

Wenn du mich hier besuchen  willst, um:

  • aufgeheitert zu werden

  • nachzudenken

  • etwas zu lernen

  • mich zu begleiten

  • mit mir in Kontakt zu bleiben

…dann lohnt es sich.

Und falls das hier niemand liest:
Auch okay.
Ich hatte zumindest Spaß beim Schreiben.

Wer liest noch Blogs und hat eine Vorliebe dafür? Gibt es hier noch andere Oldschool-Fans wie mich? Ich freue mich auf eure Kommentare!


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