Ich liebe es zu schreiben - weil ich dort ganz legal  jedem einen literarischen Tod verpassen darf, ohne dass die Polizei Fragen stellt.

Antonia Günder-Freytag

 

Schreiben ist meine Leidenschaft, und meine Bücher sind das Ergebnis meiner kreativen Energie. Meine Geschichten spiegeln meine Persönlichkeit und meine Liebe zur Literatur wider.

Bücher waren schon immer meine Leidenschaft. Bereits als Kind habe ich sie sortiert und gehortet. Warum ich nie Bibliothekarin wurde, weiß ich nicht.

Mein Lebensweg verlief anders: Nach meiner Hotellerie-Ausbildung blieb ich an der Rezeption, empfing jedoch Kunden und Patienten statt Gäste.

Vielleicht habe ich damals schon gedanklich gemordet.

Als meine Söhne sich nicht mehr für meine Geschichten interessierten, suchte ich ein neues Betätigungsfeld. (Mein Kinderbuch entstand für sie - vielleicht lesen sie es später ihren Kindern vor.)

Schon immer Geschichtenerzähler, begann ich, sie aufzuschreiben.

Klingt einfacher, als es ist. Beim Schreiben fehlt das Gegenüber, die Mimik. Sie zeigt, wann man zu lang ist oder die Kurve kriegen muss.

Nach sieben Fassungen war es geschafft: mein erstes Verlagsbuch! Noch kein Krimi.

Ich überlegte, ob ich bei Fantasy bleiben wollte. Doch da ich vorzugsweise Krimis (Agatha Christie) lese, wagte ich mich in dieses Genre. So entstand Konrad von Kamm!

Die München-Reihe hat mir viel Spaß gemacht. Viele Figuren sind mir ans Herz gewachsen - abgesehen von den Toten und Tätern, die entweder begraben oder hinter Gittern sind.

Da mein Vater lange in Irland lebte, wollte ich eine Geschichte dort ansiedeln. Inspiriert von Daphne du Maurier entstand eine Handlung in Co. Donegal: Ein Herrenhaus, knarrende Stufen, ein Geheimnis, ein Erbe, eine Liebe - der Stoff für große Geschichten!

Auf vielfachen Wunsch kam Teil zwei. Männliche Leser fanden das Thema aus meiner Feder ungewohnt, also schrieb ich „Der Oleandermann“: Ein Amoklauf eines Mannes, der von Familie und Firma genug hat. Schauplatz: München und Italien, da ich gern am Gardasee bin, wenn ich nicht bei meinen Shetlandponys und meinem Hund bin.

Da ich auch gerne mit dem Zelt in den Pyrenäen unterwegs war, schrieb ich einen Mittelalterroman, der dort spielt. Ich bin ein ruheloser Geist und werde wohl bald wieder das Genre wechseln - sehr zum Leidwesen meiner Agentin.

Wer weiß, vielleicht werde ich eines Tages ruhiger - aber vermutlich nicht.

Das war ein kleiner Einblick von mir.

Sie wollen mehr wissen? Ich empfehle dieses Interview. Oder schreiben Sie mir direkt - ich freue mich!

 

 

Wie lange dauert es, bis ein Buch fertiggestellt ist?

Bei mir ganz unterschiedlich. Manchmal fange ich einfach eine Geschichte an, weil sie mich selbst interessiert. Dann passiert es mittendrin, da ich nicht geplant habe, dass ich auf eine höchst interessante Sache stoße und dann noch einmal alles überdenken muss. Damit dauert es sehr lange. Vatikan hat sieben Versionen gebraucht. Von Heuchlern und Scharlatanenen vier. Und das sind dicke Bücher. Somit unzählige Seiten und unzählige Stunden.

Bei den Krimis gehe ich etwas geplanter vor und damit schreiben sie sich eigentlich auch schneller. Allerdings ist es mir auch schon passiert, dass mittendrin der Täter gewechselt hat und Konrad von Kamm wie ich, ziemlich konsterniert waren. :)

Gibt es bevorzugte Buchgenres?

Ich schreibe eigentlich alles am liebsten. Ich liebe die Abwechslung, auch wenn ich meiner Agentur damit wahrscheinlich auf die Nerven gehe. Ich kann mich aber nicht dagegen wehren, wenn mich eine Idee anspringt und nicht locker lässt.

Kann man die Bücher auch signiert von der Autorin erwerben?

Ja, ich werde bald hier auf der Homepage einen Shop eröffnen, wo man sie bei mir direkt bestellen kann.